Pfarrerin Christine Schönwälder in Berchum verabschiedet

v.l.: Dagmar Speckmann (Vors. Presbyterium), Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg, Superintendentin Martina Espelöer, Dietmar Buxhoidt (Presbyter), Pfarrerin Christine Schönwälder, Presbyter Udo Vogt und Jürgen Tilsner, Presbyterin Brigitte Hiller

Hagen-Berchum. Mit Dank und Lob für ihr großes Engagement wurde Christine Schönwälder als Pfarrerin der Reformierten Kirchengemeinde Berchum in einem Festgottesdienst am Sonntag, 14. Juli, verabschiedet. 14 Jahre lang hat die Seelsorgerin in Berchum gewirkt und „Spuren hinterlassen“, wie die Superintendentin des Kirchenkreises Iserlohn, Pfarrerin Martina Espelöer, während des Gottesdienstes in der altehrwürdigen Barockkirche betonte. Ihre Aufmerksamkeit und ihr Engagement habe stets der gesamten Gemeinde gegolten, wobei sich Christine Schönwälder vor allem auch um diejenigen gekümmert habe, „die abseits stehen oder aufgrund von Krankheit und Alter nicht mehr zur Kirche kommen können“. Mit der Verkündigung des Evangeliums bringe die Seelsorgerin, so Espelöer, zum Ausdruck, wie wichtig es ist, als Gemeinde füreinander da zu sein.

Die scheidende Pfarrerin blickte während ihrer Predigt auf einige Meilensteine zurück, darunter das 24-Stunden-Schwimmen für Konfirmanden, dessen Erlös immer für einen guten Zweck bestimmt war, sowie den Bau der Kirchenmauer, wofür sich viel mehr Helfer fanden als erwartet.

Als die Seelsorgerin im September 2005 ihren Dienst begann, war es das erste Mal, dass eine Frau die Pfarrstelle in der Patronats-Kirchengemeinde übernahm. „Von Anfang bin ich mit offenen Armen und großer Herzlichkeit empfangen worden“, hob Pfarrerin Schönwälder im Gottesdienst hervor. Für ein gelingendes Miteinander seien, wie sie es in der Gemeinde erlebt habe, Mut, Kraft, Hoffnung und Fröhlichkeit von großer Bedeutung. So hatte sie auch ihre Ansprache unter das Wort aus dem Römerbrief gestellt: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an im Gebet“.

Christine Schönwälder wechselt zum 1. August in die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Elsey in Hohenlimburg, wo sie die Nachfolge von Pfarrer Achim Dreessen antritt. Der Einführungsgottesdienst ist am Sonntag, 11. August, 10 Uhr in der Kreuzkapelle in Elsey.

Eine Lösung für die nun vakante Stelle in Berchum werde im Herbst vorgestellt, erläuterte Martina Espelöer. In der Übergangszeit bemühe man sich, derzeit mit vielen Beteiligten eine Regelung zu finden. Es besteht eine Vertretungskonzeption, um Gottesdienste und auch weitere kirchliche Dienste zu gewährleisten.

Zur Person:

Christine Schönwälder hat in Bonn, Bochum und Wuppertal Evangelische Theologie studiert, bevor sie ihr Vikariat in der zu Hagen gehörenden Holthausener Gnadengemeinde begann. Anschließend war sie zehn Jahre im Kirchenkreis Iserlohn in der Krankenhausseelsorge tätig und kam 2005 nach Berchum. Seit Januar 2018 war sie in dem Elseyer Zentrum für seelische Gesundheit im Einsatz. In der dortigen Gemeinde tritt sie die Nachfolge von Pfarrer Achim Dreessen an. Schwimmen, Walken und Radfahren gehören zu ihren Hobbys - und gern gehe sie auch mal tanzen und feiern, sagt sie über sich selbst.

Theo Körner (gekürzt)

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