Der Tisch zum 4. Frauenmahl wird gedeckt

Vortrag, Gespräch und dreigängiges Menü: Ein breites westfälisches Frauenbündnis lädt in die Schwerter Stadtkirche ein. An dem Abend soll das Engagement für Frauenrechte im Mittelpunkt stehen. (Foto: Theo Körner)

Schwerte. „Es ist noch nicht vollendet.“ Demokratie braucht Feminismus – das ist der Titel des  4. Schwerter Frauenmahls, für das am 6. September in der St. Viktor-Kirche der Tisch gedeckt wird, Beginn ist um 18 Uhr. Mit dem Motto greifen die Veranstalterinnen ein Zitat der Frauenrechtlerin und Pazifistin Minna Cauer auf, die von 1842 bis 1922 lebte und sich für die Einführung des Frauenwahlrechtes vor 100 Jahren stark machte.

Engagement für die Rechte von Frauen sei auch und gerade in heutiger Zeit gefordert, betonte Ruth Hansen, Pfarrerin für Frauenarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn. „Die politischen Entwicklungen unserer Tage mit dem rechtsnationalen Denken beunruhigen in vielerlei Hinsicht. Denn es geht auch um Frauenrechte. Sie sind nicht selbstverständlich und es ist erforderlich, sich immer wieder neu für sie einzusetzen“.

Während der Veranstaltung in der St. Viktor-Kirche wollen vier Frauen pointierte Reden halten und zum Diskutieren einladen. Die Politikwissenschaftlerin, Journalistin und Bloggerin Antje Schrupp aus Frankfurt spricht über das Thema „Frauenrechte und Demokratie“. Die Regisseurin, Fernsehmoderatorin und Bestseller-Autorin Mo Asumang wird sich mit „Demokratie und Rassismus“ befassen. Weitere Rednerin wird die Autorin und Philosophin Caroline Heinrich sein. In ihrem Beitrag betrachtet sie das Verhältnis von Sprache und Populismus. Und mit kabarettistischen und satirischen Anmerkungen zum Thema Frauenrechte wird Dagmar Schönleber die Rednerliste schließen.

Den Teilnehmerinnen des Frauenmahls wird ein dreigängiges, vegetarisches Menü serviert. Bei Kerzenschein in der aus dem Mittelalter stammenden St. Viktor-Kirche haben die Besucherinnen Gelegenheit, sich gegenseitig auszutauschen. Für musikalische Begleitung sorgen Clara Ernst und Gisela Halbach.

Das Frauenmahl ist interkulturell angelegt. Muslimische Frauen werden sich – wie in der Vergangenheit auch schon – in der Schwerter Kirche einfinden. Darüber hinaus werden die Redebeiträge in leichte Sprache übersetzt, um Verständigungsbarrieren für Menschen mit Beeinträchtigung abzubauen. Per Power-Point-Präsentation werden die Inhalte serviert.

Anmeldungen zum Frauenmahl sind nur im Institut für Kirche und Gesellschaft der Landeskirche von Westfalen möglich und das bis zum 26. August: 02304/755-230, anke.engelmann@remove-this.kircheundgesellschaft.de, www.kircheundgesellschaft.de Nach Anmeldung gibt es eine Bestätigung inkl. der Überweisungsdaten. Eine Karte kostet 35 Euro, Ermäßigung auf Anfrage. Insgesamt stehen 110 Plätze zur Verfügung. Die Veranstalterinnen weisen darauf hin, dass man auch als Patin einer anderen Frau die Teilnahme ermöglichen und einen zusätzlichen Beitrag überweisen kann.

Red/Theo Körner

Zum Programm geht es hier.

Zurück zur Übersicht