Pfarrer Achim Dreessen in Elsey verabschiedet

Nach 16 Jahren in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Elsey wechselt Pfarrer Achim Dreessen (vorne, Mitte) in die Evangelische Kirchengemeinde Schwerte.

Dass die Kirchengemeinde in der voll besetzten Kreuzkapelle mitten in der Passionszeit auf die Melodie „Oh du fröhliche“ ein Danklied auf Pfarrer Achim Dreessen singt, zeugt von der großen Kreativität, Nahbarkeit und der wertschätzenden Art, die die Gemeinde auszeichnet – und für die Pfarrer Achim Dreessen steht. 16 Jahre war er der Gemeindepfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Elsey im 2. Gemeindebezirk rund um die Kreuzkapelle. Am Sonntag, 24. März 2019, verabschiedete sich der 56-jährige Seelsorger von seiner Gemeinde.

„Die konstruktiv-kreativ Arbeit und das gute Miteinander im Presbyterium war mir immer sehr wichtig“, blickt der scheidende Pfarrer zurück. Der Blick für Neues und für andere Arten, als Christ den Glauben zu leben, dafür war Pfarrer Dreessen offen: Davon zeugen auch die GIVE-Gottesdienste – die Abkürzung steht für ‚Gottesdienste in Vielfalt erleben‘ – mit der die Kirchengemeinde seit 2008 bewusst andere Wege in der Gottesdienstgestaltung geht. Das jüngste Beispiel ist die ‚Ü-Kirche‘, ein Gottesdienst für Kinder und Jugendliche, der im Kirchenkreis in der Christus-Kirchengemeinde Am Roden seinen Anfang nahm. Wichtig war es Pfarrer Dreessen dabei auch die Gesamtgemeinde Elsey mit ihren drei Bezirken im Blick zu haben. Er engagierte sich innerhalb der Stadtkirchenarbeit, in der Flüchtlingsarbeit und im interreligiösen Dialog mit der türkischen DiTib-Moscheegemeinde im Arbeitskreis Christlich-Islamische Begegnung (AK CIB) in Hohenlimburg. Auf der Ebene des Kirchenkreises arbeitete Achim Dreessen im synodalen Partnerschaftsausschuss der Kirchenkreise Boende und Lofoy im Kongo mit, auch aufgrund seiner Auslandserfahrungen als Missionspfarrer in Botswana. In seinem Pfarrdienst ist Achim Dreessen theologisch von der Menschenfreundlichkeit Gottes geprägt, wie er selbst sagt: „Gott nimmt uns an in der Unterschiedlichkeit und verweist uns aufeinander“, deshalb ist es sein Wesenszug, unterschiedliche Position stehen zu lassen und zu würdigen und dabei das Verbindende zu suchen.

„Sie hinterlassen eine in den vielen Jahren gewachsene Arbeit. Dafür danke ich Ihnen im Namen des Kreissynodalvorstandes und der Kreissynode. Ich weiß auch, dass Sie in dieser Zeit in Hohenlimburg gerne mehr Zeit für die Seelsorge gehabt hätten“, erklärt Superintendentin Martina Espelöer, die die Verabschiedung vornahm. Sie gab ihm und seiner Familie als Geleitwort einen Vers aus dem Jesaja-Buch 55,12 mit auf den Weg: „Ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden.“

Der neue Weg führt Pfarrer Achim Dreessen in das nur wenige Kilometer entfernte Schwerte an der Ruhr. „Es freut mich, dass Sie für uns im Team des Kirchenkreises und der Kreissynode bleiben“, meint Superintendentin Espelöer. Die Einführung in Schwerte ist am Sonntag, 14. April, 11 Uhr in St. Viktor, Am Markt.

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