Pfarrerin Anne Heckel wechselt von der Kirchengemeinde Schwerte ins Frauenreferat der Landeskirche

In einem zentralen Festgottesdienst in St. Viktor wurde Pfarrerin Anne Heckel am Sonntag, 26. August, von Superintendentin Martina Espelöer feierlich verabschiedet. Nach nur einem reichlichen Jahr in der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte führt sie der berufliche Weg nun auf die andere Seite der Ruhr nach Haus Villigst, wo Anne Heckel ab dem 1. September dieses Jahres eine Pfarrstelle im Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen antritt. „Wir verabschieden Sie heute mit Wehmut“, sagte Superintendentin Espelöer im Gottesdienst: „Es war eine große Freude für die Kirchengemeinde und das Presbyterium, dass Sie da waren, es war ein Jahr guter Kollegialität mit einem engagierten Presbyterium“. 

Pfarrerin Anne Heckel, die die Kirchengemeinde bereits in ihrer Zeit im Probedienst kennen lernen durfte, begleitete seit Juli des vergangenen Jahres den Seelsorgebezirk Schwerte Nord (Holzen) und Wandhofen. Sie war außerdem die zuständige Pfarrerin der gemeindeeigenen Diakonie Schwerte. Ihre Arbeit wurde fortan vor allem durch das Aufgabenfeld Diakonie bestimmt, galt es doch, eine seit langem überfällige Strukturreform einzuleiten und zu begleiten, wie Pfarrer Hartmut Görler aus dem Pfarrteam beschrieb. „In ihrer kurzen Amtszeit hat sie dafür mit großem Fleiß die notwendigen Voraussetzungen geschaffen“, formulierte er anerkennend. Und so war es sicherlich nicht ganz zufällig, dass Pfarrerin Heckel ihre letzte Predigt über das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37) hielt, einem der zentralen Texte, wenn es um Nächstenliebe, also den diakonischen Auftrag der Kirche sowie eines Christen, geht.

Als neue Frauenbeauftragte im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen geht es für Pfarrerin Heckel nun darum, sich theologisch und gesellschaftspolitisch mit der Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern auseinanderzusetzen in Kirche und Gesellschaft. Ihr Anliegen sei es, die vielfältigen Lebenszusammenhänge von Frauen wahrzunehmen und sie in die verschiedenen Organisationsebenen und Ausdrucksformen der Kirche einzubringen, wie es von landeskirchlicher Seite heißt. Anne Heckel bringt dazu nicht nur theologische Kompetenz mit, sondern ist auch politik- und verwaltungswissenschaftlich qualifiziert (Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Fernuniversität Hagen). Als Vikarin lernte sie in Dortmund praktische Gemeindearbeit, später arbeitete sie in einem Sondervikariat im Institut für Kirche und Gesellschaft der westfälischen Landeskirche.

Und wie geht es für die Kirchengemeinde weiter? Freudig konnte Pfarrer Hartmut Görler verkünden, dass der Kirchengemeinde seitens der Landeskirche die Erlaubnis vorliege, zum 1. September 2018 die dann vakante Pfarrstelle neu auszuschreiben und baldmöglichst mit einem 100%igen Stellenumfang wiederzubesetzen. Gesucht wird eine Pfarrerin oder ein Pfarrer, der oder die neben der Bezirkstätigkeit die sechs evangelischen Kindergärten der Gemeinde religionspädagogisch begleitet.

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