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Pfarrer Siegfried Schütt in den Ruhestand verabschiedet

Mit Pfarrer Siegfried Schütt wurden auch Anita Dieckmann (2.v.r.) und Annegret Grundmann (2.v.l.) aus ihrem Dienst in der Kirchengemeinde Hennen verabschiedet.

Sein Markenzeichen ist der Hut. Ob im Einsatz für die Notfallseelsorge oder beim Krankenbesuch in der Kirchengemeinde – der schwarze Lederhut ist bei Pfarrer Siegried Schütt immer dabei. „Viele kennen mich gar nicht anders“, meint Siegried Schütt, der am Sonntag, 28. Januar, in einem festlichen Gottesdienst in der Johanniskirche Hennen in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ohne Hut.

Vor allem die Krankenseelsorge lag Pfarrer Siegried Schütt in den sieben Jahren, die er zuletzt in der  Evangelischen Kirchengemeinde Hennen tätig war, am Herzen. „Sie haben Menschen aufgesucht, sie besucht und ihnen in ihrer Not beigestanden. Sie waren immer da, wann und wo sie gebraucht wurden“, würdigte Superintendentin Martina Espelöer das hohe Engagement. Getragen war der heute 65-Jährige von dem Gedanken, dass Kirche zu den Menschen gehen müsse. Dieses Verständnis zeigt sich auch in dem Einsatz für die Notfallseelsorge, die Siegfried Schütt seit 2009 im Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn als Pfarrer begleitete. Als Dank und Anerkennung für die dieses große Engagement überreichte Hartmut Marks, Pfarrer für die Notfallseelsorge im Kirchenkreis, Siegried Schütt die Silberne Ehrenmedaille. Neben der Einsatzbereitschaft war Siegried Schütt bei der Ausbildung von ehrenamtlichen Notfallseelsorgern beratend tätig.

Bevor Siegried Schütt 2009 in den Evangelischen Kirchenkreis kam, war er von 2002 Krankenhausseelsorger in der Stiftung Katholisches Krankenhaus Marienhospital Herne, einem Klinikum der Ruhruniversität Bochum und dort ab 2005 auch Mitglied des Klinischen Ethikkomitees des Marienhospitals. Davor war er ab 1983 fast 20 Jahre Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Huckarde in Dortmund (3. Pfarrstelle). Auch hier ging Pfarrer Schütt zu den Menschen in Not, was in seinem Stadtgebiet die Obdachlosensiedlung meinte. „Heute nennt man das Stadtteilarbeit oder Quartierseelsorge, was wir, meine beiden Kolleginnen und ich damals machten“, blickt Pfarrer Schütt auf die nicht ganz so alltägliche Aufgabe im Pfarrdienst zurück.

Durch all die Jahrzehnte begleitete Siegried Schütt der Psalm 23, in dem es heißt: Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich – ein Vers, der ihm insbesondere in der Krankenhausseelsorge wichtig wurde.

Verabschiedet hat sich Pfarrer Schütt aus Hennen und dem Kirchenkreis mit dem Spruch aus 1. Mose 12,2:  „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein“. Mit ihm wurden im Gottesdienst auch zwei langjährige Mitarbeiterinnen aus der Kirchengemeinde von Pfarrerin Christine Grans verabschiedet: Annegret Grundmann war 40 Jahre lang die Gemeindesekretärin und mit Anita Dieckmann geht nach 23 Jahren auch die Hausmeisterin in den Ruhestand.

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