Präses Kurschus: „Nichts kann uns von der Güte Gottes trennen“

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„Nichts kann uns von der Güte Gottes trennen“, diese Aussage stand im Zentrum der Predigt, die Präses Annette Kurschus in der historischen Bauernkirche zu ihrem Besuch im Evangelischen Kirchenkreis am Sonntag, 26. Februar, hielt. Präses Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, erinnerte damit an eine reformatorische Kernbotschaft anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“.  

 

„Ich bin vor Gott befreit aus dem engen Korsett dessen, was ich kann oder nicht kann“, sagte Präses Kurschus. Diese befreiende Botschaft sei auch heute noch aktuell, wo es häufig um Perfektion gehe: „Die Gesellschaft braucht die humane Botschaft der Bibel“, erklärt sie in der sehr gut besuchten Bauernkirche. Die Evangelische Kirche in Westfalen hat aus dieser Zusage die Formulierung ‚Einfach frei‘ zum Motto erhoben.

 

„Ich freue mich, dass Präses Annette Kurschus die Einladung des Kirchenkreises angenommen hat und im Jubiläumsjahr nach Iserlohn kommen konnte“, sagte Gastgeberin Superintendentin Martina Espelöer. 

 

Der Evangelische Kirchenkreis Iserlohn feiert das Reformationsjubiläumsjahr auf ganz unterschiedliche Weise; Gottesdienste gehören selbstverständlich dazu, denn sie sind ein wesentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens und Lebens bis heute. „Im Gottesdienst kommen wir zusammen, um uns gemeinsam am Wort Gottes auszurichten. Hier ist der Ort, wo wir unser Herz erfreuen und unsere Seele erfrischen“, verdeutlicht Superintendentin Espelöer den Wert des Gottesdienstes. Das war vor 500 Jahren nicht anders als heute – wenngleich sich der Gottesdienst seitdem immer wieder gewandelt hat. So hielt mit der Reformation auch die deutsche Sprache in den Gottesdienst Einzug.  Die Gemeinde wurde nun aktiv in den Gottesdienst einbezogen. Auch die Predigt rückte in den Mittelpunkt – Dinge, die heute selbstverständlich sind.

 

Der festliche Gottesdienst in der Bauernkirche war hierfür ein sehr gutes Beispiel, der durch den Posaunenchor der Versöhnungskirchengemeinde unter der Leitung von Stefan Beumers und der Evangelischen Kantorei unter der Leitung von Kreiskantor Hanns-Peter Springer musikalisch bereichert wurde. Die Schriftlesung übernahm Daniel Stadie vom Jugendcafé Checkpoint, die Fürbitten verlasen Mitglieder des Fördervereins der Bauernkirche.

 

Seit 2006 gibt es den Förderverein, der unter hohem bürgerlichen Engagement dafür sorgt, dass die historische Bauernkirche, das älteste noch existierende Bauwerk Iserlohns, erhalten bleibt und auch weiterhin für sonntägliche Gottesdienste sowie Konzerte und weitere Veranstaltungen zur Verfügung steht. „Indem Sie sich für dieses Gebäude mit Leidenschaft, Kraft und Herz einsetzen, setzen Sie sich auch für die vielen Menschen hier in Iserlohn ein, die mit der Bauernkirche eng verbunden sind“, dankte Präses Kurschus dem Förderverein beim anschließenden Kirchkaffee für seinen Einsatz.

Die Predigt zum Nachhören gibt es hier.

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