Engagement für Geflüchtete

„Als der ausländische Reisende den Verletzten sah, wurde er innerlich bewegt.“ (Frei nach der Geschichte vom barmherzigen Samariter, Lukas 10,33).

Seit jeher mussten Menschen aus Angst vor Krieg, Terror und Gewalt aus ihrer Heimat fliehen. Immer neue internationale und nationale Konflikte sowie bitterste Armut in vielen Ländern haben in den letzten Jahren weltweit zu einem deutlichen Anstieg der Flüchtlingszahlen geführt. Viele Menschen aus dem Nahen Osten, dem Balkan und aus afrikanischen Ländern haben sich zuletzt auf den langen, beschwerlichen und manchmal lebensgefährlichen Weg nach Deutschland gemacht. Familien mit Kindern, Jugendliche, Männer und Frauen haben darauf gehofft, hier Schutz, Sicherheit und Hilfe zu finden. Viele von ihnen sind traumatisiert, haben Schlimmes erlebt oder gesehen, sind unterwegs vielleicht auch unter die Räuber gefallen, haben auf Bahngleisen und vor unüberwindbaren Grenzbarrieren ausgeharrt.   

Aber auch das hat es gegeben: Viele Menschen in Deutschland und ganz Europa haben sich vom Schicksal der Geflüchteten innerlich bewegen lassen. Auch im Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn, in den Kirchengemeinden und in den Kommunen. Junge und Alte, Frauen und Männer, religiöse und nicht religiöse Menschen haben angefangen zu helfen, haben sich engagiert und vor Ort organisiert.

Sie setzten damit auch ein Zeichen. Gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und rechte Stimmungsmache. Und entsprechen damit der Erwartung von Jesus, der von sich selbst gesagt hat: Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen (Matthäus 25,43).