Burgarchiv Iserlohn

Das Burgarchiv ist seit 1971 von Pfarrer Hans-Martin Herbers aufgebaut worden.
In einem ehemaligen Burgmannshaus an der Obersten Stadtkirche beherbergt es als Archiv des Ev. Gemeindeverbandes etwa 60.000 Dokumente und Pläne aus der Geschichte der Iserlohner Kirchengemeinden (darunter auch zwei Kriegstagebücher aus dem Ersten Weltkrieg, Predigten aus der Zeit des Nationalsozialismus und vieles mehr ) - eine Fundgrube für alle stadt-und kirchengeschichtlich Interessierten.
 
Auch zahlreiche Erinnerungsstücke aus den Kirchengemeinden werden hier präsentiert: z.B. Abendmahlskelche, eine Kindergottesdienstfahne von 1922, zwei Totenschilde aus der Bauernkirche - um nur einiges zu nennen. Eine umfangreiche inzwischen digitalisierte Bildsammlung ist ebenfalls vorhanden, ebenso eine Sammlung von Gesangbüchern und Bibeln, sowie die Kirchenbücher bis 1900.

Varnhagensche Bibliothek

Ein Sonderbestand ist die sog. Varnhagensche Bibliothek, die mit ihren ca. 1.800 Bänden aus der Zeit von 1485 bis 1850 Aufnahme in das „Handbuch der historischen Buchbestände“ gefunden hat. Hierbei handelt es sich um die Familienbibliothek der Iserlohner Pfarrersfamilie Varnhagen, die dieses einmalige kultur-und geistesgeschichtliche Denkmal der Kirchengemeinde um 1900 vererbt hat.

Einige Beispiele dieser Bibliothek:
- alle Reformatoren sind mit Erstausgaben vertreten - ein handkoloriertes Kräuterbuch von 1485 aus der Werkstatt Gutenbergs - ein handschriftliches Herbarium aus dem 18. Jhdt. und - die Iserlohner Volksliederhandschrift von 1544.

Team

Ein Team von Ehrenamtlichen ordnet, sichtet und katalogisiert die Bestände und überträgt alte Dokumente in heutige Schrift.

Öffnungszeit

Das Burgarchiv ist geöffnet Mittwochs von 10 - 12 Uhr und nach vorheriger telefonischer Absprache.