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Karree 38 steht für „Inklusion Andersherum“

(v.l. ) Volker Holländer und Martin Ossenberg vor dem "Karree 38". (Foto: Diakonie Mark-Ruhr)

„Inklusion andersherum“ lautet die Maxime des aktuellen Gemeinschaftsprojektes von Diakonie Mark-Ruhr und Iserlohner Werkstätten am ehemaligen WILA-Gebäude am Voedeweg in Iserlohn. Der Name des neuen Projekts ist „Karree 38“, wie Volker Holländer, Geschäftsführer Diakonie Mark-Ruhr, und Martin Ossenberg, Geschäftsführer Iserlohner Werkstätten, am Donnerstag, 26. April, mitteilten.

Dabei greift der Name Karree das Gebäude-Ensemble mit Innenhof auf, die „38“ steht in Anlehnung an die zugehörige Postleitzahl 58638. „Mit Blick auf den auslaufenden Mietvertrag am Standort Giesestraße haben wir gemeinschaftlich überlegt, wo wir langfristig für unsere Aufgabenfelder die besten Voraussetzungen haben. Zusammen haben wir uns dann entschieden, unseren Unternehmensstandort von der Giesestraße hier an den Voedeweg zu verlagern“, erläutert Martin Ossenberg. Das ehemalige Wila-Gebäude vereine alle wesentlichen Voraussetzungen, dem bestehenden Kundenkreis ein erweitertes Dienstleistungsangebot anbieten zu können. Zudem gebe es hier für Mitarbeitende und Beschäftigte viele Vorteile. Das Karree 38 verfügt über eine Gesamtfläche von 12.400 Quadratmetern. Käufer des Areals und der Immobilie ist die Diakonie Mark-Ruhr, Mieter sind die Iserlohner Werkstätten.

Doch nicht nur die Iserlohner Werkstätten werden hier mit rund 200 Arbeitsplätzen einen neuen Unternehmensstandort beziehen. „Wir haben ein Konzept entwickelt, dass auf der einen Seite natürlich unsere eigenen Bedarfe und unsere Unternehmensentwicklung abbildet“, so Martin Ossenberg. „Zusätzlich können aber auch neue Angebotsfelder geschaffen werden“. Als Beispiele nannte Ossenberg Co-Working, Self-Storage, Veranstaltungsräume inkl. Bewirtschaftung, Copy-/Post-/Paket-Shop für Studenten und Anwohner sowie natürlich auch Untervermietung an Drittunternehmen im Gedanken einer „Inklusion andersherum“. Martin Ossenberg und Volker Holländer betonen in diesem Zusammenhang, dass es sich hier nur um Beispiele handelt. Denn auch die Themen Nachhaltigkeitskonzepte, Soziale Kontrolle, Verkehrs- und Parkkonzept und natürlich Arbeiten als zentraler Aspekt sind konkreter Bestandteil der Überlegungen der Diakonie Mark-Ruhr.

„Die Lage vom Karree 38 ist vor diesem Hintergrund ideal“, verweist Volker Holländer auf die Nähe zu Stadtbahnhof, Fachhochschule und Innenstadt hin. Erste Rückmeldungen, die die Diakonie Mark-Ruhr bislang bekommen hat, seien durchweg positiv: „Der Landschaftsverband Westfalen Lippe und Vertreter der Arbeitsagentur haben unser Projekt sehr positiv bewertet.“ Die Iserlohner Werkstätten und die Diakonie Mark-Ruhr haben bewusst diese Herangehensweise gewählt, „die eigentlich umgekehrt zum Alltag ist“, so Ossenberg, „Menschen ohne Behinderung kommen hier zu Menschen mit Beeinträchtigung.“

 

Text: Diakonie Mark-Ruhr

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