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Angespannte Situation bei den Kindertageseinrichtungen

Die finanziell angespannte Situation der evangelischen Kindertageseinrichtungen ist eines der zentralen Gesprächsthemen zwischen Kommunen und Kirchenkreis: (v.l.) Michael Heilmann, Dr. Peter Paul Ahrens, Martin Wächter, Susanne de Wolf, Matthias Tast, Martina Espelöer, Bernd Göbert, Karin Nigbur-Martini.

Dass sich die Lage der Kindertages-einrichtungen im Kirchenkreis immer weiter zuspitzt, das haben die Vertreter des Evangelischen Kirchenkreis gegenüber den Bürgermeisterinnen und Bürgermeister beim „Politischen Tisch“ am 22. März deutlich formuliert.
Nicht nur vonseiten der Kirchen wird bemängelt, dass die Finanzierung durch das 2008 in Kraft getretene Kinderbildungsgesetz (Kibiz) bei weitem nicht auskömmlich ist; hinzu kommt der hohe Trägeranteil von zwölf Prozent für die Kirchen. Zudem: Eine Kibiz-Revision, die für 2019 angekündigt ist, wird voraussichtlich noch ein Jahr länger auf sich warten lassen. „Für die Überbrückungszeit brauchen wir Lösungen mit den Kommunen“, appelliert Susanne de Wolf, Geschäftsführung Finanzen des Trägerverbunds für evangelische Kindertageseinrichtungen, an die örtliche Politik. „Wir können nicht mehr länger warten“.

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt sich bereits in Iserlohn. Hier geht es konkret um die bevorstehende Abgabe der Kitas in der Prinzenstraße und in der Hindenburgstraße: „Wir planen einen Trägerwechsel, keine Schließung“, betont Superintendentin Martina Espelöer. „Dafür sind wir mit der Diakonie Mark-Ruhr als möglichen neuen Träger im Gespräch“, unterstrich sie. Über weitere Trägerwechsel denke der Kirchenkreis im Moment aber nicht nach. Insgesamt gibt es in Trägerschaft des kreiskirchlichen Trägerverbunds aktuell 21 Kindertageseinrichtungen, hinzu kommen 15 Einrichtungen in Trägerschaft der Kirchengemeinden.

Bürgermeister signalisieren Gesprächsbereitschaft

Die Bürgermeister Michael Heilmann (Hemer), Karin Nigbur-Martini (stellvertretende Bezirksbürgermeisterin für Hohenlimburg), Dr. Paul Peter Ahrens (Iserlohn) und Martin Wächter (Menden), die an dem Austausch teilnahmen, signalisierten Gesprächsbereitschaft. Es müsse jeweils der Einzelfall angeschaut werden, so der Tenor der Politiker, die betonten, die Trägervielfalt aufrecht erhalten zu wollen.  

Ein weiteres Thema waren die Anforderungen an eine moderne Verwaltung, die Kirche wie Kommune vorhalten muss. Verwaltungsleiter Bernd Göbert hat die Grundkonzeption des neuen Kreiskirchenamt Sauerland-Hellweg vorgestellt, um gestärkt in die Zukunft zu gehen. Er verwies darauf, dass in den nächsten zehn Jahre 40 der momentan 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand gehen werden, was die Arbeit der Verwaltung vor Herausforderungen stellen wird, auch angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt.

Umzüge der Synodalen Dienste Mitte April

Matthias Tast, stellvertretender Verwaltungsleiter, informierte über die zahlreichen Veränderungen in der Dienststelle in Iserlohn. Die Synodalen Dienste wie Jugendreferat, Erwachsenenbildung und Mediothek werden ab Mitte April ins Varnhagenhaus umziehen. In die frei werdenden Büros werden dann Mitarbeiter der Verwaltung einziehen. 

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