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Abschied aus dem Paul-Gerhardt-Haus - Neueinzug in die St. Viktor-Kirche

Nach 60 Jahren hat die evangelische Kirchengemeinde Schwerte ihren letzten Gottesdienst im Paul-Gerhardt-Haus gefeiert. Die Entscheidung, das Haus einmal aufzugeben, hatte das Presbyterium bereits vor zehn Jahren im Zuge der Neukonzeption der Kirchengemeinde und der Konzentration auf St. Viktor gefasst. Im Gottesdienst am Sonntag, dem 8. Oktober, wurde nun der Abschied vom Paul-Gerhardt-Haus begangen.  

 

Für einige war es sicherlich kein ganz leichter Gang zum letzten Mal in ihre alte Gottesdienststätte in die Ostbergstraße 55. Gottesdienste, Konfirmationen, Taufen, Beerdigungen, Kinderkirche, Spielegruppen, Gemeindefeste – vieles mehr lässt sich aufzählen, was Gemeindemitglieder mit ihrem Paul-Gerhardt-Haus verbinden. Das Haus wurde für viele zu einem Stück Heimat. „Und dieses Stück Heimat geht nun für viele verloren, das lässt sich auch nicht schönreden“, sagte Superintendentin Martina Espelöer an diesem letzten Gottesdienst an alter Stelle. „Doch wir ziehen weiter“, fuhr sie fort und meinte, dass die Gemeindemitglieder in St. Viktor und in den anderen Gottesdienstorten der Gesamtgemeinde Schwerte ihr neues geistliches Zuhause finden mögen – auch diese Gottesdienstorte sind „durchbetete Räume“, so wie auch das Paul-Gerhardt-Haus.

 

Als Zeichen des sichtbaren Übergangs hat sich die Gemeinde vom Paul-Gerhardt-Haus aus aufgemacht und ist mit der Altarbibel, dem Taufbecken sowie dem Abendmahlsgeschirr quer durch die Stadt Schwerte gelaufen, um die liturgischen Geräte auf den Altar in der St. Viktor-Kirche zu bringen. Zum ersten Mal hat die Gemeinde hier, in ihrer neuen Gottesdienststätte, den Segen empfangen. „Sei getrost und unverzagt, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst (Josua1,9), diese Verheißung Gottes hat Pfarrer Hartmut Görler der neuen Gemeinde in St. Viktor zugesprochen. Und Superintendentin Espelöer ermutigte diejenigen, die in St. Viktor bereits zuhause sind, auf die „Neuen“ zuzugehen, damit sie sich auch in St. Viktor wohlfühlen können.

 

Als ein weiteres positives Zeichen wertet es die Kirchengemeinde, dass die Maranata-Gemeinde, eine christliche Freikirche, die ursprünglich aus Sumatra kommt, das Paul-Gerhardt-Haus weiterführen wird, um hier ihre Gottesdienste zu feiern. Beim Abschiedsgottesdienst waren Mitglieder der Maranata-Gemeinde anwesend und haben aus den Händen von Pfarrer Hartmut Görler einen symbolischen Schlüssel überreicht bekommen. 

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