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Pfarrer Matthias Hövelmann aus Hemer verabschiedet

Viele Freunde und Weggefährten waren gekommen, um Pfarrer Matthias Hövelmann am Sonntag, 13. August 2017 in einem festlichen Gottesdienst in der Christuskirche persönlich zu verabschieden. Ob Vertreter der Seniorenarbeit, des Familienzentrums Stüps, des Jugend- und Medienprojekts „Coul“, der Vater-Kind-Arbeit, der Kantorei, der Konfirmandenarbeit, Prädikanten und GemeindeSchwester der Kirchengemeinde – alle waren sie gekommen.  

20 Jahre war Matthias Hövelmann als Pfarrer in Hemer tätig, davon 17 Jahre im Gemeindebezirk Süd. Ein großes Netzwerk ist in den zwei Jahrzehnten seines Wirkens in Hemer gewachsen. „Ich gehe mit viel Dankbarkeit und vielen guten Erinnerungen“, bilanziert Matthias Hövelmann. Er denkt gerne zurück an die intensive Kinder- und Jugendarbeit sowie die Arbeit mit jungen Familien. Er hat den Verein „Coul“ gegründet, der als Jugend- und Medienprojekt noch immer in den Kellerräumen der Christuskirche existiert. So hat auch das evangelische Familienzentrum Stüps bewusst ein evangelisches Profil bekommen. Oder auch an den Umbau der Christuskirche zu einem multifunktionalen Kirchraum.

Gemeinde als ‚Baustelle‘, so habe er Kirche und Gemeinde immer verstanden und gelebt. Dabei gelte es immer in der Liebe zu Gott und untereinander zu wachsen. Alles äußere Wachstum komme dann nach, formuliert er in seiner Abschiedspredigt. „Wir haben in den gemeinsamen Jahren das Wachsen und Gedeihen unserer Gemeinschaft erfahren dürfen“, sagte er. Und auch das war sein Motto in all den Jahren: „Wer will, dass die Kirche so bleibt, wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt. Gott selbst will sie und uns verändern und neu aufleben lassen.“

Für Matthias Hövelmann führt der Weg nun in den Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, wo er eine Berufung als Pfarrer für Diakonie und gesellschaftliche Verantwortung angenommen hat. „Der Ruf hat mich ereilt, ich möchte das kirchliche Leben noch einmal von einer anderen Seite kennenlernen“, erläutert der 51-Jährige seine Motivation.

Zu seiner Verabschiedung würdigte Superintendentin Martina Espelöer die lebendige Gemeindearbeit von Matthias Hövelmann und hob hervor, dass er im Kirchenkreis auch als Synodalbeauftragter für Gemeindediakonie zuständig war und hier insbesondere die GemeindeSchwestern begleitete. Für seinen Wechsel gab Superintendentin Espelöer ihm den Psalm  73, 28 mit auf den Weg: ‚Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun.‘ Diese Freude, die Unverzagtheit in Christus, soll Pfarrer Matthias Hövelmann in seiner neuen Stelle begleiten – trotz aller Baustellen, die ihn dort sicherlich auch erwarten werden, legte sie den Psalmvers aus. Sie ermutigte damit auch die Kirchengemeinde Hemer, dass sie auch in Zukunft von Gott Begleitung erwarten dürfe.  

Eine erste Regelung ist im Kirchenkreis getroffen: Bevor die Stelle neu ausgeschrieben und wiederbesetzt wird, übernimmt Pfarrer Bernd Neuser, zuvor für die Stadtkirchenarbeit in Hohenlimburg zuständig, mit einer halben Stelle ab 28. August die Vakanzvertretung im Gemeindebezirk.

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