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Die Lutherkirche Altena erstrahlt in neuem Glanz

Die Lutherkirche Altena ist wiedereröffnet – und strahlt in neuem Glanz: Zwei Jahre nach dem Kirchenbrand konnte die Evangelische Kirchengemeinde am 12. März 2017 wieder in ihre frisch renovierte Kirche einziehen.

Nichts erinnert mehr an die Schäden des Kirchenbrandes, den unbekannte Täter in der Nacht zum 17. Mai 2015 in der Kirche gelegt hatten. Vielen Menschen ist es zu verdanken, dass die Kirche dem Brand nicht zum Opfer viel und heute wieder als Gottesdienststätte genutzt werden kann: Da ist zu allererst Frau Sabine Fabiano und Melanie Grund zu nennen, die beiden Frauen, die den Brand in der Nacht entdeckt hatten. Dazu das beherzte und umsichtige Eingreifen der Feuerwehrmänner und -frauen aus Altena, ohne die die Kirche sonst nicht mehr stehen würde. Danach gilt der Dank stellvertretend für viele aus der Kirchengemeinde der Baukirchenmeisterin Karin Thomas, die fast täglich auf der Baustelle zugegen war. Es wären an dieser Stelle noch viele andere Menschen zu nennen, ohne deren Einsatz diese Renovierung nicht zu stemmen gewesen wäre.

„Wir finden heute wieder eine Heimat in unserer Kirche, die auch ein Teil dieser Stadt Altena ist“, sagte Pfarrerin Merle Vokkert, im Wiedereröffnungsgottesdienst, der genau dieses Miteinander widerspiegelte. Feierlich und unter dem Gesang zum Kirchenlied „tu mir auf die schöne Pforte“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 166, Strophe 1) zog die Festgemeinde in die Kirche ein. Auch die Altarkerze, Taufschale und das Altarkreuz wurden aus der provisorischen Gottesdienststätte, dem Lutherhaus, wieder zurück an ihren ursprünglichen Ort in die Lutherkirche gebracht. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Kantor Johannes Köstlin an der völlig überarbeiteten Orgel, die Lutherkantorei, die Paul-Gerhardt-Kantorei und das Blasorchester Altena bereichert, die mit ihrem Klang die Kirche wieder endgültig zum Leben erweckten.

Pfarrerin Vokkert: „Gott verlässt uns nicht, auch nicht unserer größten Not“ – das hat die Evangelische Kirchengemeinde in den vergangenen zwei Jahren erlebt. Im Gottesdienst dankte die Gemeinde Gott für seine Begleitung und Trost in der schwierigen Zeit. „Von der Kirchengemeine Altena können wir lernen, was es heißt, immer wieder neu anzufangen, aufzustehen und los zu gehen im Vertrauen auf Gottes Güte“, sagte Superintendentin Martina Espelöer, die der Kirchengemeinde gemeinsam mit der kreiskirchlichen Verwaltung in dieser Zeit zur Seite stand.

Hoffnung ist nun sichtbar eingezogen in die frisch renovierte Lutherkirche. Ebenfalls neu ziert eine Altarbibel die Kirche, die Superintendentin Espelöer im Beisein der Kindergartenkinder der Gemeinde überreichte. „Das Heilige Evangelium ist der wahre Schatz der Kirche. Wenn wir ihn teilen, wird er sich vermehren“, sagte sie. Die neue Altarbibel enthält eine persönliche Widmung von Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, und wird im Reformationsjubiläum „500 Jahre Reformation“ in einer revidierten Ausgabe nach der Übersetzung von Martin Luther herausgegeben.

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