Demenzfreundlicher Gottesdienst

Am Ausgang wartete auf alle Besucher ein leckerer Schokoladen-Nikolaus. Foto: Tim Haacke

Im Evangelischen Kirchenkreis soll es regelmäßig demenzfreundliche Gottesdienste geben. Das Angebot im Rahmen der Kampagne Barrierefreier Kirchenkreis läuft unter dem Namen „Vergiss-Mein-Nicht“.

Pfarrerin Claudia Bitter freute sich, dass schon die erste Schwerter Ausgabe des Demenzfreundlichen Gottesdienstes (im Advent 2015), aus dem zukünftig eine Reihe werden soll, durchaus regen Anklang fand. Viele ältere Menschen, aber auch Familien mit Kindern kamen in die St. Viktor-Kirche. 

Teil des Konzepts ist es, dass der Gottesdienst nicht zu lang ist, und die Liturgie auf die wesentlichen Elemente reduziert wird, um auch bei Menschen mit Demenz möglichst viele Erinnerungen anzusprechen. Außerdem ist die Schrift auf den Liedzetteln besonders groß und es wird besonders laut, deutlich und langsam gesprochen. Insgesamt geht es darum, möglichst alle potentiellen Barrieren abzubauen.

Niemand soll sich ausgeschlossen oder vergessen fühlen. Diese Botschaft steckt auch in dem Namen, den die Gottesdienstreihe in Zukunft tragen soll, auch weil es sich einfach besser anhört: „Vergiss-Mein-Nicht“-Gottesdienste. 

Die „Vergiss-Mein-Nicht“-Gottesdienste sind Teil der Kampagne Barrierefreier Kirchenkreis. Ziel dieser Kampagne ist es, spezielle Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen, Menschen, die in unserer Mitte alt geworden sind, und Menschen, denen die Kirche fremd geworden ist, zu schaffen. 

In Schwerte ist die Nachfrage nach einem solchen Angebot aufgrund vieler Alten- und Pflegeheime besonders hoch. Aus diesem Grund sollen die „Vergiss-Mein-Nicht“-Gottesdienste dort in Zukunft auch regelmäßig stattfinden, etwa vier Mal im Jahr. Pfarrerin Bitter bedankte sich besonders bei den Einrichtungen, die trotz relativ kurzer Vorlaufzeit durch das Bereitstellen von Begleitern ihren Bewohnern den Besuch des Gottesdienstes ermöglichten.

Tim Haacke