1. Tagung der Kreissynode

Grußwort der Stadt

Thorsten Schick, MdL und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Iserlohn, überbrachte der Kreissynode die Grüße der Stadt. Er betonte, dass die Kreissynode heute Themen auf der Tagesordnung hat, die auch im Mittelpunkt der Arbeit des Rates der Stadt Iserlohn stehen: die Zukunftsfähigkeit der Verwaltungsarbeit und die Kindertageseinrichtungen. Als Kommunalvertreter appellierte Thorsten Schick, die Einrichtungen trotz aller Schwierigkeiten zu erhalten, "denn Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Daseinsvorsorge".

Grußwort der Landeskirche

Oberkirchenrat Dr. Hans-Tjabert Conring hat die Grüße der Landeskirche der Kreissynode ausgerichtet und die Tageslosung ausgelegt.

Bericht der Superintendentin

Superintendentin Martina Espelöer begann ihren Bericht im Jubiläumsjahr der Reformation mit der Ökumene, die im Kirchenkreis und den Kirchengemeinden stark gelebt wird. In diesem Jahr werde das Gemeinsame und auch das Trennende zwischen den Kirchen neu ausgelotet. Das Gemeinsame überwiege, "aber das Trennende schmerzt mich". Und: "Ich hoffe auf die Einführung der Eucharistischen Gastfreundschaft mit den römisch-katholischen Geschwistern." Der Austausch und die Verständigung bleibe aber nicht im innerchrichtlichen Dialog stehen, sondern beziehe auch den Islam mit ein. Und auch die geflüchteten Menschen, die zu uns kommen, verändern uns. "Das lässt uns nachdenken über eine Kirche in Vielfalt."

Und wie Martin Luther mit seinem Kleinen Katechismus damals Glaubensinhalte von Generation zu Generation weitergegeben hat, so brauche es heute mehr denn je "ganzheitliche Lernorte für Gemeinsinn und Spiritualität: wie insbesondere den Konfirmandenunterricht - aber auch die Begegnungen zu den Kasulien (Taufe, Konfirmation, Beerdigung).

Bei allen Veränderungen: Die Frage, wie wollen wir Kirche sein in diesem Kirchenkreis, im Zusammenwirken der Kirchengemeinden mit den gemeinsam verantworteten Arbeitsfeldern wie den Referaten, der kreiskirchlichen Verwaltung und der Diakonie kann nur gemeinsam beantwortet werden. Die Kraft dazu komme von Gott, der Vertrauen und Hoffnung auf diesem Weg gibt.

 

 

Gemeinsames Kreiskirchenamt

Geschäftsführer Volker Schöbel, Superintendentin Martina Espelöer, Hauptgeschäftsführer Joachim Steuer, Geschäftsführer Bernd Göbert, Kreiskirchenamt Soest/Arnsberg mit dem Kreissynodalvorstand

Die Kreissynode Iserlohn hatte bereits auf ihrer Tagung im Herbst 2016 ein Grundsatzbeschluss für eine Fusion der Kreiskirchenämter Iserlohn-Lüdenscheid und Soest-Arnsberg gefasst. Sie hatte aber auch ein Gutachten angefordert, das detailliert die Aspekte zu Personal, Räumlichkeiten, IT, Finanzierung, Rechtsform zur Fusion ausweist. Dieses Gutachten wurde erstellt und ist den Kirchengemeinden zur Beratung an die Hand gegeben und auf der Kreissynode besprochen worden. Es bestätigt, dass die Fusion der Kreiskirchenämter der richtige Weg ist, die kreiskirchliche Verwaltungsstruktur zukunftsfähig zu gestalten und ein adäquates Mittel, um weiterhin als leistungsfähiger Dienstleister für die Kirchengemeinden tätig sein zu können. Das Konzept des zu bildenden neuen gemeinsamen Kreiskirchenamtes sieht vor, die Beratung der Kirchengemeinden zu stärken und mit Beratungsteams weiterhin in der Fläche für die Sachgebiete Personal, Finanzen, Bau-, Grundstücks- und Friedhofsangelegenheiten präsent zu sein. Die drei Standorte in Iserlohn, Lüdenscheid und Soest bleiben bestehen. Die Arbeitsplätze sind gesichert.

Die Kreissynode Iserlohn hat durch das Gutachten den Grundsatzbeschluss bestätigt und sich für weitere Schritte hin zu einer Fusion ausgesprochen.Auch die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg hat mit großer Mehrheit am 10. Juni 2017 für eine Fusion gestimmt.

Die Kreissynoden der Kirchenkreise Soest und Arnsberg haben zum Verfahren bereits im vergangenen Jahr grünes Licht gegeben.

 

 

Kirchensteuerergebnis 2016

Hauptgeschäftsführer Joachim Steuer

Der Evangelische Kirchenkreis Iserlohn hat für das abgelaufene Jahr 2016 Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 12,7 Millionen Euro erhalten. Damit lagen die Zuweisungen aus den Kirchensteueraufkommen um 1 Million Euro über den Erwartungen.

Die Mehreinnahmen verteilen sich wie folgt:
127.381,51 Euro fließen in eine Strukturentwicklungsrücklage, die seit 2013 bis auf 1 Million Euro angespart wird und den Kirchengemeinden zugute kommen soll. 665.000 Euro werden den Kirchengemeinden für Rücklagen zugewiesen. Der verbleibende Betrag geht anteilig an den Ev. Kirchenkreis, die Verwaltung und die Diakonie.

Synodalälteste Birgit Winks-Schwarze und Synodalältester Heinz Leo Belter, Synodaler Finanzausschuss

Revision der Finanzsatzung

Derzeit befindet sich der Finanzausschuss aufgrund der Beschlussfassung der Kreissynode auf seiner Tagung im Herbst 2015 in einer umfassenden Beratung zur Revision der Finanzsatzung des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn. Hauptgeschäftsführer Joachim Steuer hat nun einen Zwischenbericht zur Revision vorgelegt. Der auf der Tagung der Kreissynode präsentierte Zwischenbericht enthält Empfehlungen und Zieldefinitionen zur inhaltlichen Veränderung des Innersynodalen Finanzausgleichs auf Grund der Beratungen des Synodalen Finanzausschusses. Ein erster Satzungsentwurf soll bis zur nächsten Herbstsynode 2017 erarbeitet und dann den Presbyterien zur Stellungnahme übergeben werden.

 

 

Tageseinrichtungen für Kinder

Einbringung: Joachim Steuer, Hauptgeschäftsführer (Foto oben)

Die Weiterarbeit im Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder war ein großes Thema auf der Kreissynode. Notwendig macht dies die finanzielle Situation der 21 Einrichtungen in Trägerschaft des Kirchenkreises aufgrund der nichtauskömmlichen Finanzierung durch das Kinderbildungsgesetz (Kibiz) des Landes Nordrhein-Westfalen. Hier geht es dem Kirchenkreis nicht anders als anderen Trägern, sei es Kirchengemeinden oder die Kommune. Aufgrund der gegenwärtigen Lage muss ein nachhaltiges Konzept erstellt werden, um die evangelischen Kindertageseinrichtungen zukunftssicher zu gestalten. Zu diesen Fragestellungen eröffnet die Kreissynode ein Stellungnahmeverfahren in den Presbyterien. Dieser Prozess mündet in ein Hearing (nicht öffentliche Tagung) am 14. März 2018.  

 

 

Pfarrerin Claudia Bitter, Synodalbeauftragte Altenheimseelsorge

Konzeption – Alten(heim)seelsorge

Der Ausschuss Seelsorge und Beratung hat eine modifizierte Konzeption zur Alten(heim)seelsorge im Kirchenkreis Iserlohn vorgelegt, die auch die Stellungnahmen zu diesem Thema aus den Kirchengemeinden aus dem vergangenen Jahr aufgenommen hat. Die Konzeption schlägt vor, die Umsetzung in zwei Bereiche zu unterteilen. Die Gemeinden integrieren ausdrücklich die Altenseelsorge und Altenheimseelsorge in ihre Gemeindekonzeptionen. Weiterhin beschreibt die Konzeption die Altenseelsorge und Altenheimseelsorge im Rahmen der Spezialseelsorge mit besonderem Auftrag. Hier soll die Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Seelsorge (EiS) weiter ausgebaut werden. Die Synode beauftragt das Referat für Seelsorge und Beratung, die Gemeinden bei der Umsetzung des Konzeptes zu unterstützen.

 

 

Wahlen

Ralf Micha

In den Kreissynodalvorstand wurde Herr Ralf Micha, Presbyter der Erlöserkirchengemeinde Iserlohn, gewählt als Stellvertreter für den 3. Synodalältesten/Synodalälteste). Als Vertreter des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn in die Landessynode wurde zudem Herr Frank Pientka, Presbyter der Kirchengemeinde Ergste, gewählt (als 2. Stellvertretung der 2. Nichttheologischen Abgeordnete).

Anträge aus den Kirchengemeinden

Synodaler Friedhelm Kowalski

Revision der Finanzsatzung

Die Evangelischen Kirchengemeinden Christus-Iserlohn, Letmathe und Oestrich-Dröschede nehmen die aktuell laufenden Beratungen zur Revision der Finanzsatzung des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn zum Anlass, um einen gemeinsamen Antrag an die Kreissynode zu richten. Darin formulieren sie konkrete Vorschläge zur mittelfristigen Finanzplanung sowie zur Satzungsrevision.

 

Die Kreissynode nimmt den Antrag der drei Kirchengemeinden zur Kenntnis. Sie überweist den Antrag in den Finanzausschuss, der sich derzeit mit der Revision der Finanzsatzung befasst. Die Kreissynode bittet den Finanzausschuss, Gäste zu dem Beratungsprozess hinzu zu bitten. Ein erster Entwurf der Satzung soll der Kreissynode im Herbst 2017 vorgestellt werden (vgl. Punkt 5.2)

Pfarrer Uwe Krause

Antrag zum Umgang mit den Bilanzen des Kirchenkreises in der Kreissynode

Die Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinden Dahle und Evingsen haben an die Kreissynode einen gemeinsamen Antrag gestellt: a)zukünftig in einem nicht öffentlichen Teil der Synode die Jahresbilanz der Finanzausgleichskasse und der Kreissynodalkasse zu erläutern und zu beschließen, b) die Bilanz den Synodalen schriftlich oder elektronisch, mit den üblichen anderen Haushaltsunterlagen (Haushaltsplanentwürfe, Rechnungslegung) offen zu legen. Die Kreissynode begrüßt den Antrag der Kirchengemeinden Dahle und Evingsen. Sie sieht darin eine Chance mit der Umstellung auf das Neue Kirchliche Finanzmanagement (NKF) auch zu einer neuen Umgangs- und Kulturform mit den geprüften Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zu kommen. Sie überweist den Antrag zur weiteren Bearbeitung an den Finanzausschuss. Ein Vorschlag soll auf der Basis der neuen Verwaltungsordnung auf der Herbstsynode 2017 vorgelegt werden.

 

 

Pfarrer Thomas von Pavel, Synodalassessor und Mitglied im Vorstand von Haus Nordhelle

Haus Nordhelle

Die Kreissynode nahm ebenfalls einen Bericht über Haus Nordhelle, das gemeinsame Tagungshaus der Kirchenkreises Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg, entgegen.