2. Tagung der Kreissynode am 15. November 2017

Grußwort der Landeskirche

Oberkirchenrat Dr. Hans-Tjabert Conring hat die Grüße der Landeskirche der Kreissynode ausgerichtet und in seinen Ausführungen passend zum Reformationsjubiläum 2017 auch auf die "Freiheit eines Christenmenschen" rekuriert.

Verteilung der Kirchensteuer 2018

Der Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn erhält für das kommende Jahr eine Kirchensteuerzuweisung in Höhe von 12, 6 Millionen Euro. Damit liegen die Zuweisungen für 2018 leicht über dem Betrag für 2017 mit 12,3 Millionen Euro. Knapp Dreiviertel (73, 3 Prozent) gehen an die Kirchengemeinden, ein Viertel (26,70 Prozent) geht an den Kirchenkreis mit seinen synodalen Handlungsfeldern, dem Kreiskirchenamt und der Diakonie.

Insgesamt  rechnet die Evangelische Kirche von Westfalen für das kommende Jahr aufgrund der anhaltend sehr guten Konjunktur mit einem erhöhten Steueraufkommen von 490 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr 2017 mit 485 Millionen Euro.

 

 

Jahresabschlüsse 2016

Einbringer: Joachim Steuer, Hauptgeschäftsführer

Der Kreissynode wurde der Abschluss der Haushalte des Kirchenkreises zur Kenntnisnahme vorgelegt. Damit kommt der Finanzausschuss dem Beschluss der Kreissynode auf ihrer Tagung im Juni dieses Jahres nach. Die endgültige Feststellung des Jahresabschlusses 2016 erfolgt nach Abschluss des Prüfungsverfahrens durch die Gemeinsame Rechnungsprüfungsstelle.

Haushaltspläne 2018

Einbringerin: Birgit Winks-Schwarze, Vorsitzende des Finanausschusses

Der Gesamthaushalt wird durch die Kreissynode in Erträgen auf 13.469.750 Euro und in Aufwendungen auf 13.419.750 Euro festgestellt. Mit Zuführungen an Rücklagen von 50.000 Euro ist der Haushalt ausgeglichen. Die Kreissynodalkasse wird in Erträgen auf 2.037.380 Euro und in Aufwendungen auf 2.045.680 Euro festgestellt. Die Kreissynode hat auch den Haushaltsentwurf des neuen Kreiskirchenamtes zur Kenntnis genommen, das ab dem 1. Januar 2018 aus den Kreiskirchenämtern Iserlohn-Lüdenscheid und Soest/Arnsberg gebildet wird (siehe auch „Gemeinsames Kreiskirchenamt“).  Der Haushalt des Trägerverbunds für Tageseinrichtungen für Kinder 2017/2018 im Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn wird in Erträgen auf 9.757.580 Euro und in Aufwendungen auf 9.970.660 Euro festgestellt.

Haus Nordhelle

Einbringer: Synodalassessor Pfarrer Thomas von Pavel

Wie der Kreissynode bereits auf der Tagung im Juni berichtet wurde, hat sich der Vorstand von Haus Nordhelle zusammen mit der Firma „Curacon“ auf den Weg eines Bieterverfahrens gemacht, um zu anderen Trägerstrukturen zu kommen. Ziel ist es, dem Tagungszentrum wieder eine wirtschaftlich gute Grundlage zu verschaffen. Bislang ist es so, dass das evangelische Tagungszentrum ohne Zuschüsse der beiden Trägerkirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg nicht in schwarze Zahlen kommt. Die Erträge allein aus der Belegung sind  zu gering, um einen ausgeglichenen Jahresabschluss zu erreichen. Derzeit gibt es Gespräche mit zwei Interessenten.

Gemeinsames Kreiskirchenamt

Geschäftsführer Bernd Göbert, Volker Schöbel und Joachim Steuer (v.l.)

Die Vereinigung der Kreiskirchenämter Iserlohn-Lüdenscheid und Arnsberg/Soest nimmt immer konkretere Züge an. Zum 1. Januar 2018 wird die Fusion umgesetzt. In seiner neuen Struktur sieht die Konzeption, die auf der Herbstsynode vor einem Jahr beschlossen wurde, vor, an den Standorten Iserlohn, Lüdenscheid und Soest die regionale Beratung der Kirchengemeinden in den Sachgebieten Finanzen und Personal sowie Bau- und Liegenschaft und Friedhofsverwaltung mit neu zu bildenden Teams zu stärken und Querschnittsaufgaben an einem Standort zu bündeln. Aktuelle werden die Teams gebildet. Am Standort Iserlohn soll der Schwerpunkt auf Bau- und Liegenschaften liegen, in Lüdenscheid auf Finanzangelegenheiten und in Soest auf Personalangelegenheiten. Bernd Göbert wird die Geschäftsführung des neu zu bildenden Kreiskirchenamtes übernehmen.

Als Träger des neu zu bildenden Kreiskirchenamtes wird ein Verband der vier Kirchenkreise Arnsberg, Iserlohn, Lüdenscheid-Plettenberg und Soest gegründet. Die Verwaltungsleitungen haben der Kreissynode auf ihrer Tagung am 15.11. dafür einen Satzungsentwurf vorgelegt. Die Kreissynode hat die Satzung angenommen und die daraus folgenden Satzungsänderungen für den Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn beschlossen. Die Satzung tritt mit der Bildung des Kirchenkreisverbandes durch die Kirchenleitung in Kraft.

Diakonische Arbeit des Diakonischen Werkes

Einbringer: Pfarrer Martin Wehn, Theologischer Geschäftsführer der Diekonie Mark-Ruhr

Pfarrer Martin Wehn, Theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, hat vor der Kreissynode in die Arbeit des Diakonischen Werkes eingeführt. Im Auftrag des Kirchenkreises und seiner Kirchengemeinden betreibt die Diakonie Mark-Ruhr in der Region des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn zahlreiche Einrichtungen zur Unterstützung von Menschen mit unterschiedlichstem Hilfebedarf. Die Angebote richten sich an pflegebedürftige Menschen, an Menschen mit Handicap, an Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und deren Eltern sowie an Menschen in unterschiedlichen sozialen Schwierigkeiten. Allein in der Region des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn beschäftigt die Diakonie Mark-Ruhr gem. GmbH rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ökumenische Perspektiven: 500 Jahre Reformation

Einbringerin: Pfarrerin Dorothea Goudefroy, Vorsitzende Ausschuss für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung
Dechant Johannes Hammer

Der Synodale Ausschuss für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung hat auf der Kreissynode zu den ökumenischen Aufrufen „Ökumenisch Kirche sein“ und „Ökumenisch Zukunft gestalten“ der evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen und der katholischen Bistümer Essen, Münster und Paderborn Stellung genommen und Empfehlungen für die Kirchengemeinden formuliert. Der Synodale Ausschuss begrüßt die Ökumenischen Aufrufe, die den Charakter von Selbstverpflichtungen tragen, ausdrücklich und nimmt die Impulse für den Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn und seine Gemeinden mit Dank zur Kenntnis. Er empfiehlt dem Kirchenkreis und seinen Gemeinden, aktiv an der Umsetzung der Impulse mitzuwirken.

Der Ausschuss würdigt insbesondere, dass in den Ökumenischen Aufrufen ein Perspektivenwechsel stattfinde, weg von einem Verständnis von Ökumene als einer zusätzlichen Aufgabe hin zu einer ökumenischen Arbeit, in der durch gemeinsame Ziele Entlastung und Ermutigung geschehen kann, dass an allen konzeptionellen Überlegungen auf den verschiedenen Ebenen der evangelischen und katholischen Kirchen die andere Konfession konstitutiv an den Beratungen beteiligt werden soll und dass in Zeiten abnehmender Mitgliederzahlen die gemeinsame Nutzung von Kirchen und Gemeindehäuser empfohlen und als Chance gesehen werde, als Kirche am Ort präsent zu bleiben. 

Dechant Johannes Hammer war als Gast auf der Synode und hielt ein Gruß- und Dankwort, in dem er auf das nun schon fast zurückliegende Reformationsjubiläum, das im Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn von Anfang an ökumenisch begangen wurde, blickte. 

Die Ökumenischen Stellungnahmen sind hier nachzulesen:
„Ökumenisch Kirche sein"

„Ökumenisch Zukunft gestalten"

Antrag an die Landessynode

Einbringer: Frank Pientka, Ergste

Der Antrag der Evangelischen Kirchengemeinde Ergste möchte einen Diskussionsprozess über die Schwerpunktsetzung der Mittelvergabe (Kirchensteuern) anregen. Die Antragsteller möchten diesen Diskussionsprozess nicht nur auf den Kirchenkreis begrenzen, sondern auch in die Landeskirche hineintragen. Die Kreissynode begrüßt diesen Antrag.

Wahlen und Nachnominierungen

Einbringerin: Pfarrerin Ruth Hansen, Vorsitzende Nominierungsauschuss

Als Synodalbeauftragter für den Jüdisch-Christlichen Dialog wurde Pfarrer Frank Fiedler, Menden, von der Kreissynode gewählt. Ebenso wurden für den Partnerschaftsausschuss Boende/Lofoy im Kongo Sophie Hartwig, Iserlohn, und Christine Schwerdtfeger, Hagen, gewählt.

In den Synodalen Finanzausschuss wurden zudem Britta Santehanser, Schwerte, und Michael Krabs, Ergste, gewählt.

Der Nominierungsausschuss hat Frau Superintendentin Martina Espelöer zur Wiederwahl auf der Kreissynode im Sommer des nächsten Jahres vorgeschlagen. Die Kreissynode hat den Vorschlag angenommen. Pfarrerin Martina Espelöer ist seit 2010 Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn. Wird sie auf der nächsten Tagung der Kreissynode wiedergewählt, gilt dies vorläufig für einen Zeitraum von zwei Jahren. Hintergrund ist, dass sich die Kreissynode im Jahr 2012 konstituierte und die Superintendentin bis zum Ende der achtjährigen Legislaturperiode der aktuellen Kreissynode (das heißt in diesem Fall bis 2020) gewählt wird. So sieht es die Kirchenordnung vor. Danach konstituiert sich die Kreissynode mit allen Leitungsämtern erneut.

 

 

Berichte und Mitteilungen

Der Ausschuss Seelsorge und Beratung hat eine Stellungnahme zur landeskirchlichen Konzeption Seelsorge verfasst und den Synodalen vorgestellt. Der Ausschuss für Seelsorge und Beratung befürwortet die Umsetzung der weiterentwickelten Seelsorgekonzeption. Der Ausschuss setzt die Arbeit an dem Seelsorgepapier fort unter der Fragestellung, was die Konzeption für den Kirchenkreis Iserlohn heißt.

Die nicht besetzte 11. Kreispfarrstelle (Berufskolleg) wird zum 1. September 2017 in ihrer Funktion geändert und als Kreispfarrstelle „Religionsunterricht und Verstärkungsdienst im Kirchenkreis“ geführt. Damit geht der Kirchenkreis einen weiteren Schritt, um bei Engpässen im Religionsunterricht oder Vakanzen in Kirchengemeinden eine Vertretung zu ermöglichen.

Zudem hat der Synodale Schulausschuss eine Stellungnahme zur interreligiösen Arbeit des Kirchenkreises verfasst und der Kreissynode vorgestellt. Darin nimmt der Ausschuss Bezug auf Fragen des interreligiösen Dialogs, des evangelischen Profils, auch im Zusammenhang mit Mitarbeitenden nichtchristlichen Glaubens. In derselben Aufgabenstellung legte der Leitungsausschuss Jugend einen Bericht vor.