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Notfallseelsorger Hartmut Marks: Begleiter in Extremsituationen

Pfarrer Hartmut Marks (2.v.l.) hat in den neun Jahren, in denen er leitender Notfallseelsorger war, viel bewegt. (v.l.) Gudrun Siebert vom Notfallseelsorge-Team, Superintendentin Martina Espelöer, Michael Kuchenbecker, Polizei Märkischer Kreis, Jörg Döring, Feuerwehr Iserlohn, und Diakon Ulrich Slatosch, katholischer Notfallseelsorger, bei der Verabschiedung. (Bild 2) Das Referat Seelsorge und Beratung bedankt sich beim scheidenden Notfallseelsorger mit einem Geschenk.
Pfarrer Hartmut Marks (2.v.l.) hat in den neun Jahren, in denen er leitender Notfallseelsorger war, viel bewegt. (v.l.) Gudrun Siebert vom Notfallseelsorge-Team, Superintendentin Martina Espelöer, Michael Kuchenbecker, Polizei Märkischer Kreis, Jörg Döring, Feuerwehr Iserlohn, und Diakon Ulrich Slatosch, katholischer Notfallseelsorger, bei der Verabschiedung. (Bild 2) Das Referat Seelsorge und Beratung bedankt sich beim scheidenden Notfallseelsorger mit einem Geschenk.

Neun Jahre war Pfarrer Hartmut Marks der leitende Notfallseelsorger im Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn. In diesen neun Jahren baute Pfarrer Marks ein Netzwerk zwischen Notfallseelsorge Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten auf. Zusammen mit Diakon Ulrich Slatosch, Notfallseelsorger im Bistum Essen, bildete er Ehrenamtliche für die Notfallseelsorge aus und war selbst immer zur Stelle, wenn er gerufen wurde.

Notfallseelsorge-Team besteht aus rund 30 Ehrenamtlichen

Heute besteht das Einsatz-Team aus rund 30 Notfallseelsorgern, das gemeinsam mit Hartmut Marks eine seelsorgerliche Betreuung für Betroffene an 365 Tagen rund um die Uhr gewährleistet. Die Notfallseelsorge steht Menschen in extremen Situationen zur Seite insbesondere bei Unfällen, Bränden, Suizid oder einem Gewaltverbrechen. Gemeinsam mit der Polizei überbringt die Notfallseelsorge auch Todesnachrichten. 

Doch auch die Einsatzkräfte brauchen Seelsorge. Denn Polizisten wie auch Feuerwehrleute erleben Extremsituationen, die zu verarbeiten mitunter nicht leicht sind. Da ist es gut, wenn sich die Frauen und Männer einem Notfallseelsorger anvertrauen können. Denn reden hilft.

Welch großen Stellenwert die Notfallseelsorge bei den Einsatzkräften einnimmt, zeigte die Präsenz der Feuerwehrleute, der Polizei des Märkischen Kreises und verschiedener Rettungsdienste zur Verabschiedung im Gottesdienst in der Obersten Stadtkirche am Donnerstag, 22. März, in dem Michael Kuchenbäcker, Leitender Polizeidirektor im Märkischen Kreis, sowie Jörg Döring, Chef der Iserlohner Berufsfeuerwehr, Pfarrer Marks für seinen Einsatz dankten.

„Sie haben viel Kraft und Energie in ihren Auftrag im Dienste des Evangeliums hineingelegt und haben in Iserlohn für die Notfallseelsorge viel Neues wachsen lassen. Ich denke hier auch an die Blaulichtgottesdienste für die Einsatzkräfte sowie an die Kriminächte, die sie zusammen mit verschiedenen Sponsoren zugunsten der Notfallseelsorge veranstalten“, sagte Superintendentin Martina Espelöer im Gottesdienst. In den vergangenen neun Jahren war Pfarrer Marks in der Christus-Kirchengemeinde Iserlohn auch neben Pfarrer Volker Horst im Gemeindedienst tätig. Für all seine Dienste dankte Superintendentin Espelöer Pfarrer Marks und entpflichtete ihn von seinen Aufgaben.

Gudrun Siebert als neue Koordinatorin der Einsätze im Krisenfall

Das Team der Notfallseelsorge ließ sich für ihren weiteren Dienst segnen. Darunter war auch Frau Gudrun Siebert, Klinikseelsorgerin in der Lungenklinik Hemer. Sie ist seit 2011 als Ehrenamtliche im Team dabei und wird die Koordination des Notfallteams übernehmen, wie Superintendentin Espelöer bekannt gab. Im Sommer wird Gudrun Siebert dafür von der Kreissynode als Synodalbeauftragte eingesetzt. Zudem soll ab 2019 ein Pfarrer oder eine Pfarrerin von der Landeskirche kommen, die im Kirchenkreis und darüber hinaus die Notfallsseelsorge leiten wird.

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